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Erzählungen / von Josephine von Perin, geb, Freyin von Vogelsang ; mit einem Kupfer von Ludw. Schnorr und Fr. Rosmäßler
Entstehung
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achtet, und die Worte des Marcheſe;Hier iſt meine Nichte, Signor! faſt uͤberhoͤrt; er naͤherte, ſich enblich der beleidigten Bianca, begruͤßte ſie kalt ſie dankte kaͤlter, und gezwungen reichten ſie ſich die Hände. In wenig Tagen ging die Trauung vor ſich, viele Gäſte wohnten der feierlichen Handlung bei; glaͤnzende Feſte folgten, und erſt nach einer Wo⸗ che des Taumels verließen die Hochzeitgaͤſte, mit ih⸗ nen Bianca und Carlo, die Villa. Der Marcheſe reiſete nach Venedig.

Da erſt kamen Scipio und Angela zum Be⸗ wußtſeyn ihrer ſelbſt und ihres ganzen Gluͤckes. Ei⸗ nes Abends ſtand Angela mit ihrem Gemahle auf derſelben Terraſſe, von welcher ſie ihn zum erſten⸗ male begruͤßte; er ſagte ihr, wie er ſchon bei dieſem fluͤchtigen Erſcheinen ſich ſo maͤchtig zu ihr hingezo⸗ gen gefuͤhlt, wie er gezittert habe, daß nicht ſie ihm zu Theil wurde, und wie er nun uͤberſelig ſey; und die ſußen Worte druͤckten noch weit weniger aus, als Ton und Blick, als die ganze lieblich edle Geſtalt, in Freud' und Liebe noch gehoben. Angela horte ihm mit einem uͤberirdiſchen Lacheln, mit feuchten Augen zu, er breitete die Arme nach ihr aus, ſie ſank an ſeine Bruſt und rief:Ach! wodurch hab' ich es denn verdient, dich mein zu nennen, du ſchön⸗ ſtes und beſtes aller Weſen! Aber ich

dir und dem, der dich mir gegeben, ich will aus