Teil eines Werkes 
1. Band, Wohlauf, nach Westen! : 1. Theil (1837)
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Gegenſtand von hohem Intereſſe herum gehen, gleich der um ein Licht ſchwirrenden Fliege, ſo können wir gewiß ſein, daß wir uns am Ende doch die Flügel ſengen. Die große Pein, welche ſie unter dem Gewichte des wachſen⸗ den Argwohns der wider ihren Willen in ihrem Her⸗ zen Wurzel gefaßt und gewuchert hatte, dulden mußte, prachte ihr almählig die Ueberzeugung, daß es für ihre künftige Ruhe unerläßlich ſei, ſich über ſeine Schuld oder unſchuld Gewißheit zu verſchaffen. War er ſchul⸗ dig, ſo hatte ſie beſchloſſen, ihn zn mahnen, die Gegend für immer zu verlaſſen und, wenn möglich, jede Gefühle für ihn zu vergeſſen, ausgenommen das der Dankbar⸗ keitz war er unſchuldig, ſo forderte es ſeine Ehre, ſo wie ihr eigenes Glück, daß ihm eine Gelegenheit darge⸗ boten wurde, jeden Schatten von Vorwurf oder Verdacht von ſich zu entfernen. Die unmittelbare Frage aber an einen Mann zu richten, gegen welchen ſie ſo große Ver⸗ pindlichkeiten hatte, mit welchem ſie faſt jeden Tag auf ſo innige Weiſe verkehrte, forderte einen Muth, über den ſie nie gebieten konnte. Zuweilen verſuchte ſie, den Gegenſtand zu berühren, aber ihr Herz verſagte ihr eben ſo oft, und nachdem ſie ſich über Nichts müde geſpro⸗ chen hatten, folgte ein düſteres, drückendes Schweigen.

Endlich aber brachte ſie der Zufall auf den Gegen⸗ ſtand, der ihnen zunächſt am Herzen lag. Rainsford hatte es über ſich gewonnen, zu bemerken, er beabſich⸗ tige, da der Frühling heranrückte, bald von ſeinem