Graf, welcher den ſchönſten Schnurrbartwuchs in der Stadt hat und Göthe lieſ't, ſchließen wir hier unſere Er— zählung, welche wir, der Leſer wird es nicht bezweifeln, ganz bequem noch in zwei ferneren Bänden fortſpinnen könnten, wenn es ſeyn müßte. Aber wir dürfen doch von einigen unſerer alten Bekannten nicht für immer ſcheiden, ohne ihrer im Vorübergehen noch zu gedenken und ihnen Lebewohl zu ſagen.
Mr. Ulyſſes Littlejohn iſt oder war vor wenigen Jahren noch, einer der älteſten und, wenn auch nicht einer der weiſeſten, doch gewiß einer der glücklichſten Greiſe in ganz„Alt⸗Kentucky.“ Seine lobenswerthe Gleichgültigkeit gegen die kleinen Stiche und Stöße des Lebens,— ein beſſerer Schild als die Haut des Achilles oder nnn⸗ liche Ziererei der Philoſophie— ſchützt ihn ſelbſt gegen die Verdrießlichkeiten des Alters und deren Gebrechlich⸗ keit. Er hat überdies eine Art bequemen, ausgetretenen Schutz⸗Charakter, der es jedem nach ſeinem Sinne macht und Niemand weh thut. Selbſt ſeine zunehmenden Ge⸗ brechen haben ſeiner Laune keinen Abbruch gethan, und er iſt gewohnt, ſich zu den trägen Sitten ſeines Lebens Glück zu wünſchen, welche ihn jetzt, da er nicht mehr im Stande iſt, ſich Bewegung zu machen, vor der Ungeduld des Müſ⸗
ſiggangs und der Unthätigkeit ſchützen.
Eines Tags bezeigte ihm der alte Pompey, welcher
ſeine Entenbeine in unſterblicher Jugend ſchwingt, ſein
Beileid, daß er nicht ſo thätig ſein könne, wie er.


