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hier, an der Stelle, wo du zuerſt mein zu ſein verſprachſt — hier lgebe ich dir volle Freiheit, dein Verſprechen zu⸗ rück zu nehmen. Ich liebe dich mit einer Zärtlichkeit, in welcher ſich Alles vereinigt, was das Weſen der wahren Liebe, der treuen, ewigen, unwandelbaren Liebe ausmacht. Wagſt du es jetzt, dich mir zu vertrauen, ſo werde ich mich, meine Zeit, meine Befähigung, meine ganze Seele deinem Glücke weihen. Ich werde ſeyn, was du wün⸗ ſcheſt, daß ich ſey. Sind Zurückgezogenheit und häusliches Glück dein Wunſch, ſo ſoll er befriedigt werden. Haben Glanz und Ehren ein Reiz für dich, ſo fühle ich wohl die Kraft in mir, alles das zu erreichen, was ich zu werden ſtrebe, und du ſollſt mich, wenn ich am Leben bleibe, jeden Platz einnehmen ſehen, den mir ein Wink von dir an⸗ deutet. Nun noch einmal, Virginia— mein Schickſal iſt in deiner Hand— entſcheide es für immer. Kannſt du mir nach dieſem vertrauen?“
„Wie ich dir vorher vertraute— wie ich dir immer vertrauen werde,“ ſagte Virginia feſt und ohne Zögern.
Rainsford ſchloß ſie, zum erſten Mal, in ſeine Arme und gab ihr jeden Namen, der dem Herzen des Weibes theuer iſt.
„Ich habe meinen Schwur nicht gebrochen,“ ſagte er, ſie los laſſend,„denn ich kann jetzt mit hoffnungsvoller
Zuverſicht, mit der feſten Ueberzeugung, mein Schickſal
erfüllt zu haben, auf die Vergangenheit zurück und in die


