wieder dieſes Weges kommen, um zu ſehen, ob Ihr toll ſeid, und wenn Ihr's ſeid, wollen wir vergnügte miteinander verleben.“
„Er verließ meinen Großvater, den dieſes ſeltſame Gemiſch von Sinn und Unſinn nicht wenig ergriff, denn er litt an den Nerven und hatte zuweilen Anfälle von Schwermuth. Der Eindruck ging jedoch vorüber, oder ward nur in langen Pauſen bemerklich, wenn der Zufall oder ſeine Ideenverbindungen ihm den Vorgang mit dem alten Bettler in das Gedächtniß zurückriefen.
„Ungefähr um dieſelbe Zeit des nächſten Jahres kam der Alte wieder und rief, als er meinem Großvater begegnete:
„Wie? Noch nicht toll? Gut, Ihr habt nur noch zwei Jahre vor Euch, und dann wird unſere luſtige Zeit kommen.“
„Dieſer zweite Beſuch hatte, wie ich gehört habe, eine ſehr merkliche Wirkung auf meinen Großvater, wel⸗ cher in der Zwiſchenzeit eines ſeiner zwei Kinder verloren hatte. Als der Alte aber zum dritten Male kam, fühlte er ſich tief erſchüttert.“
„Ihr habt noch ein Gnadenjahr,“ ſagte er,„und dann werden wir Beide, bei meinem Leben, mit einander aufbrechen und auf Reiſen gehen, um die Welt zu ſehen, und unſere Hirnſchädel aneinander ſchlagen, denn der Eurige wird bald ſo leer ſein, wie der meinige, ſo wahr ich durch einen Mühlſtein ſehen kann.“
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