Teil eines Werkes 
2. Band, Wohlauf, nach Westen! : 2. Theil (1837)
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Gemälde von Schuld und Leidenſchaft, durch ſtark gewürzte Verſuchungen zu Thorheit und Laſter, zu Gefühl und Begeiſterung hingezogen werden kann.

Der allgemeine Charakter der Scene, welchen wir zu ſchildern verſuchten, war der des Schweigens und der Ruhe. Dann und wann glitt jedoch ein Kahn den Fluß hinab und das Schweigen wurde auf einige Minuten von dem Lachen und Geſang der Schiffer unterbrochen oder dem Widerhall durch die rührendſte Muſik, die es an geeignetem Orte und zur geeigneten Zeit geben kann durch die ſanften Töne der hölzernen Trompete geweckt, welche diejenigen, die ſie an den einſamen Strömen des Süden und Weſten gehört haben, gewiß niemals vergeſ⸗ ſen. Kein Jagdhorn, keine Schalmei, keine Rohrflöte der Hirten, die unter den Frauen und Dryaden in griechiſchen und ſiciliſchen Thälern erklangen, ließ ſolche ſanfte, ſchmelzende Töne erſchallen, wie wir ſie ehedem in weichen Wellen der einfachen Holztrompete irgend eines Fluß⸗ Orpheus, ſchwarz wie das Gewand der Nacht, wenn kein Sternchen an dem trüben Himmel wachte, entſtrömen hörten.

Virgin ia's Augen ruhten auf der Landſchaft, aber ihre Gedan ken waren in der Ferne. Es iſt kaum noth⸗ wendig, zu ſagen, wohin ſie wanderten, oder ob ſie heiterer oder ſchmerzlicher Art waren. Welche Farbe ſie aber auch trugen der Schall von Fußtritten unterbrach ſie plötz⸗ lich, und ein Weſen näherte ſich, welches ſie ſogleich als