206
gelangte. Er uͤberredete ſie, als das beſte Mittel, um dem ſie ſicher erwartenden Schickſale zu entgehen, vor den Richtern ein ausfuͤhrliches Geſtaͤndniß abzulegen, und Langley begab ſich mit erleichtertem Herzen augen⸗ blicklich nach dem Gerichtshofe, wo die Richter jetzt faſt beſtaͤndig Sitzung hielten und neue Hexengeſchichten an⸗ hoͤrten, die ſo an Zahl und Ahgeſchmacktheit zugenom⸗ men hatten, daß ſie uͤber die neuen und furchtbaren Verantwortlichkeiten, die ihnen dadurch auferlegt wur⸗ den, erſchreckt zu werden begannen. Es ſchien, als ob die ganze Gemeinde behext wäre.
Auf Langley's Vorſtellungen willigten ſie ein, Catalina noch einmal zu verhoͤren, und nahmen, als ſie herbeigebracht wurde, ihr Bekenntniß mit großer Gra⸗ vitaͤt auf. Es erfolgte eine Verſammlung, worin der Paſtor, der bei dieſen Verſammlungen als eine Art von geiſtlichem Rathe zugegen war, den Vorſitz fuͤhrte. Er gab es als ſeine entſchiedene Meinung zu erkennen, daß dieſes Geſtaͤndniß der alten Catalina nichts als einer von den ſchlauen Plaͤnen des Teufels ſei, womit dieſer eine Lieblingsanbeterin der verdienten Strafe zu entrei⸗ ßen hoffe, und das Zeugniß, welches hinreichend ge⸗ weſen war, um die arme Miriam zu verurtheilen, wurde fuͤr ungenuͤgend zu ihrer Rechtfertigung erkannt, die alte Katze aber wieder in das Gefaͤngniß zuruͤckge⸗ fuͤhrt, wobei ſie Verwuͤnſchungen gegen die ganze Welt und beſonders gegen Tobias Harpsfield ausſtieß.
Jetzt erſt kam Langley zur vollen Erkenntniß der


