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„Wer iſt gekommen?— haſt Du nicht etwas von Langley geſagt?— Sprich, Schlingel, wer kommt, oder wer iſt gekommen?“
„Ich bin es, Vater!“ rief Langley, indem er deſſen zitternde Hand erfaßte;„Dein Sohn iſt gekommen, um ſich von Dir ſegnen zu laſſen.“
Der alte Cavalier erkannte die Stimme ſeines Sohnes und breitete ſeine Arme aus, um ihn zu um⸗ fangen. Er konnte ihn nicht ſegnen, denn die Stimme verſagte ihm, aber er druͤckte ihn in ſeine Arme und vergoß Freudenthraͤnen, ſo alt er auch war. Das Wie⸗ derſehen ſeiner Mutter brauche ich nicht zu beſchreiben, es war, als ob die Mutter eines der alten Patriarchen den Sohn ihres Herzens bewillkommnete, der todt ge⸗
weſen, aber wieder in's Leben zuruͤckgekehrt war.
Jetzt war wieder Alles unter dem Dache des alten Cavaliers von Leben und Freude erfuͤllt und dieſer wurde von Neuem krittelig und Gregor logiſch. Kurz, ſie wa⸗ ren wenigſtens viermal ſo gluͤcklich als ſie es geweſen ſein wuͤrden, wenn ſie nie ungluͤcklich geweſen waͤren.
Das Licht, welches der alte Cavalier bei der Ruͤck⸗ kehr ſeines verlorenen Kindes ausſtrahlte, glich aber dem letzten Scheine der Sonne, wenn ſie hinter den Huͤgeln hinabſinkt. Sein alter Feind, die Gicht, machte einen zweiten Einfall und nahm von der Citadelle des Lebens Beſitz. Der alte Cavalier langte in dem großen Gaſt⸗ hofe an, wo alle Reiſenden auf Erden fruͤher oder ſpaͤ⸗


