Teil eines Werkes 
4r-6r Band (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

bleiben, oder die Wuͤſte mit der Zeit durch die Magie der Arbeit zur Bluͤthe gelangen ſollte.

Der Abend vor der Abreiſe jener thatenduͤrſtenden Geiſter zu dieſem muͤhſeligen und gefaͤhrlichen Dienſte, verging unter ernſten, feierlichen Geſpraͤchen, von lan⸗ gen Pauſen peinlicher Gedanken und duͤſterer Vorah⸗ nungen unterbrochen. Die guten Frauen ließen es nicht an Vorſichtsmaßregeln und Warnungen vor dem Nachtthau und dem Morgennebel mangeln und be⸗ ſchworen ihre Maͤnner, ganz beſonders ſich von allen Baͤumen fern zu halten, hinter denen Wilde lauern und ihre Pfeile hervorſchießen koͤnnten. Die gute Mrs. Tyringham erinnerte beſonders ihren Gatten daran, daß ſie ihm ſeine Nachtmuͤtze und Pantoffeln eingepackt habe, worauf ſie der alte Cavalier kuͤßte und, wenn auch nicht in der heiterſten Stimmung, ſich in's Faͤuſt⸗ chen lachte, waͤhrend er ſagte, daß er nicht glaube, ſol⸗ cher Raritaͤten in den Waͤldern zu beduͤrfen.

Die Scheideſtunde kam, denn der Aufbruch ſollte in der Fruͤhe des folgenden Morgens ſtattfinden. Der Abſchied war kurz, feierlich und truͤbe. Im letzten Au⸗ genblicke gab Miriam Langley ihre Hand, er fuͤhlte eine

warme Thraͤne auf die ſeine fallen und hoͤrte ein ſanf⸗

tes, bebendes Fluͤſtern:Sieh Dich vor, um unſer Aller willen.

Die Thraͤne, dachte er,kann fuͤr ihren Vater geweſen ſein; aber die Worte waren fuͤr mich, und er verweilte oft bei ihnen, wenn er des Nachts im tiefen