Teil eines Werkes 
1r-3r Band (1851)
Entstehung
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Beleidigung gegen ihren Wirth und ſeine Familie ver⸗ meiden ließ, zu wiederholen.

Trotz ihrer kindlichen Liebe konnte ſich Miriam jedoch nicht enthalten, dieſe Beſchraͤnkungen in Bezug auf ſie fuͤr unbillig und gegen Diejenigen, welche ihnen Herz und Haus geoͤffnet hatten, fuͤr undankbar zu halten. Sie machte jedoch keine Einwendungen, ſon⸗ dern fuͤgte ſich wie gewoͤhnlich mit ſtummer Reſigna⸗ tion in ſeine Wuͤnſche. Sie war gehorſam aus Ge⸗ wohnheit ſowohl als aus Gewiſſensuͤberzeugung. Das Benehmen Harolds gegen ſie war im Ganzen aller⸗ dings freundlich und liebevoll, aber in allen Dingen, die ſich auf das, was er Grundſaͤtze nannte, bezogen, ſtreng und unbeugſam. Vielleicht war es zu ihrem Beſten und ſeine ſtrenge Zucht bereitete ſie theilweiſe auf die ſchweren Pruͤfungen vor, die ſie noch zu be⸗ ſtehen beſtimmt war.

Obgleich ſie Langley ſo viel als es ohne offenbare Ungezogenheit moͤglich war, vermied, ſo dachte ſie doch, wie ſonderbar es auch Manchem erſcheinen mag, deſto haͤufiger an ihn, je weniger ſie ſeine Geſellſchaft genoß. Sie dachte an ſeinen kuͤhnen Muth, als er ſich faſt in den ſichern Tod hinauswagte, um das Leben ihrer Eltern, ſo wie ihr eignes zu retten. Wenn er ſein Leben fuͤr ſie allein gewagt haͤtte, ſo haͤtte ſie ihm nicht dankbarer ſein koͤnnen. Ihre Gefuͤhle wurden noch um ſo inniger, als ſie ſich erinnerte, daß Diejenigen,