Teil eines Werkes 
1r-3r Band (1851)
Entstehung
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niger als zehn Minuten vor Harolds Thuͤr abgeſtiegen. Er fand ihn, wie er das Schauſpiel auf dem jenſeiti⸗ gen Ufer mit tiefer Bewegung betrachtete.

„Ihr ſeht, Sir,“ ſagte Langley,„daß ich wieder hier bin und zum gleichen Zwecke. Ihr koͤnnt nicht mehr bezweifeln, welches Schickſal Euch und Eurer Familie bevorſteht, wenn Ihr hier bleibt. Eure ein⸗ zige Ausſicht auf Rettung liegt darin, daß Ihr heruͤ⸗

berkommt und meinem Vater beiſteht, ſein Haus zu

vertheidigen, das noch einigermaßen geruͤſtet iſt. Noch ein Mal bitte ich Euch, keinen Augenblick zu verlieren.“

„Ich habe meinen Entſchluß aus Grundſatz ge⸗ faßt,“ antwortete Harold; vich habe jenen Rothen kein Unrecht zugefuͤgt und fuͤrchte keine Rache.“

„Iſt dies Euer feſter Entſchluß?“

„Mein unveraͤnderlicher.“

„Wo ſind die Damen, Sir?“ fragte Langley et⸗ was ſcharf.

„Wo es ihnen geziemt,“ antwortete Haroldz „beim Gebet.“.

„Kann ich ſie nicht einen Augenblick ſehen?

„Wozu?— aber gleichviel, ſie ſind nicht ſichtbar.“ „Aber beim Himmell ſie ſollen ſichtbar ſein. Ent⸗ ſchuldigt mich, Sir, dies iſt keine Zeit zu Ceremonieen. Von jedem Augenblicke haͤngt Leben oder Tod ab!“ Und er ſchoß an Harold voruͤber in ein inneres Zim⸗ mer, wo die Mutter und Tochter in ſtillem Gebete ſaßen oder vielmehr knieten. In dem Augenblicke,