Achtes Kapitel.
Sind Held und Heldin glücklich im Stand der Ehe,
Iſt Alles aus und vorbei— o wehe!
Denn ſo wollte man's von jeher haben,
Daß ein Schauſpiel ſchließt mit Heirathen oder Begraben. Ungenannter.
„Der Wille Gottes, der Wille meines guten Vaters geſchehe denn,“ ſagte die blauäugige Maid;„denn nun darf ich, wie ich glaube, die Deinige werden, ohne zu fürchten, meinen Vater, oder meine Mutter, die im Him⸗ mel iſt, zu beleidigen. Gütige Vorſicht, ich danke dir! Ich kann nun ſeinen Wünſchen mich fügen und meines eigenen Herzens Stimme lauſchen, ohne mich mit nimmer ſchweigenden Gewiſſensbiſſen zu verbinden. Ich bin dein auf ewig!“
Ein Kuß und eine uUmarmung beſiegelten dieſen Bund, als eben die beiden alten Herren in das Gemach traten.
„Gut!“ ſagte der Heer.„Soll morgen die Ver⸗ bindung, die euch nie trennt, vor ſich gehen, oder wollt ihr euch trennen, um euch nie wieder zu ſehen?“
„Sie hat mir verſprochen, morgen die Meinige zu werden,“ antwortete der lange Finne,„und Chriſtina hat ihr Wort nie gebrochen.“
„Habe ich dir es nicht geſagt,“ bemerkte der Ritter
Lovelace,„daß es das Beſte ſei, ſie allein zu laſſen? Wahr⸗
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