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Schmachthaten Theil nahm; dann aber, als ihr Hohn und ihr Necken ihn reizte und der Anführer des Haufens ihm Befehl gab, wider Willen ſich näherte und die Miene annahm, als helfe er, die heftigen Anſtrengungen der alten Bombie zu zähmen, deren Hände ſie zu binden be⸗ müht waren.
Als der Knabe nahe genug gekommen war, faßte Bombie ihn an dem Kragen, zerriß ihm die Halsbinde und ließ eine große, ſeltſame Narbe, gerade unter ſeinem Ohre, in Geſtalt eines Kreuzes, ſehen.
Auch Chriſtina, deren Augen natürlich dieſe Richtung genommen hatten, ſah dieſe Narbe, und nicht nur die Schrecken der Scene prägten deren Bild dem kindlichen Gedächtniſſe unverlöſchlich ein, ſondern auch die Worte der alten Sclavin klangen ihr ſtets in dem Ohre. Dieſe rief:
„Ha, ha! du trägſt ein Zeichen— nicht Kain's Zeichen, ſondern eins, an welchem ich dich erkennen werde, welchen Wechſel auch Zeit und Umſtände an dir üben. Du trägſt ein Zeichen, welches für Andere ein Sinnbild des Heiles und Segens ſein mag, das aber für dich, früher oder ſpäter, ein Zeichen der Schmach und Verdammung werden wird. Ich werde deiner gedenken!“
Der Jüngling ſtand niedergeſchlagen da; er ſchämte ſich augenſcheinlich ſeiner Nachgiebigkeit gegen die Anrei⸗ zungen ſeiner Begleiter, und flüſterte in einer augenblick⸗ lichen Pauſe dem Anführer der Schaar die Drohung zu, 14*


