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„Alles, nur keine Streiche, keine Brandmarkung! Könnteſt du es ertragen, theure Chriſtina, dein Schickſat an das eines Mannes geknüpft zu ſehen, welcher auf ſei⸗ nem Rücken die Narben der Schmach und auf ſeiner Stirne das Zeichen unverlöſchlicher Schande trägt?“
„Ja!“ verſetzte ſie und hob ihre Augen zu dem Himmel empor, als wollte ſie dieſen zum Zeugen nehmen, daß ſie die Wahrheit ſage,—„ja! aber weder du, noch ich könnten es lange ertragen.“
„Kommt! kommt!“ rief der Heer, der nun zum erſten Male wieder über ſeine Augen und ſeine Stimme gebieten konnte.—„Kommt, kommt, ihr jungen Leute! Steht hier nicht und ſprecht und weint im Angeſichte die⸗ ſer rohen, herzloſen Schurken, die, wie ich ſehe, weder lachen, noch weinen können. Herr Aufſeher, iſt der Be⸗ fehl in gehöriger Form?“
„Ganz und gar, Herr— der junge Herr iſt frei und kann gehen, wohin er will!“
„Gut— dann laßt uns gehen, in Gottes Namen!“ ſprach der Heer zu ſeiner Tochter und Königsmarke. „und hier iſt etwas, um euch einen fröhlichen Tag zu machen, ihr Burſchen,“ ſetzte er hinzu, und warf eine Handvoll Reichsthaler unter die Soldaten und Kerker⸗ knechte, und beſtieg den Wagen, während die Beſchenkten ihm ein lautes Hoch! nachriefen.


