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ſchick und Körperkraft forderten; ſie holte das Waſſer aus dem Brunnen, der mitten in dem Dorfe war; ſie ſammelte Früchte und bereitete das Mahl, was ſie ſehr bald vortrefflich verſtand, da die Kochkunſt der Indianer äußerſt einfach iſt.
Auf dieſe Weiſe verſtrich ihr die Zeit, freilich nicht ohne bittern Beigeſchmack; obgleich aber ihre Gedanken ſtets der friedlichen Heimath von Elſingburg und dem gütigen Vater ſich zuwendeten, der jetzt vielleicht todt war, oder, wenn er noch lebte, ihren Verluſt mit all dem ſchmerzlichen Weh betrauerte, das ſeine Unkunde über ihr Loos ihm einflößen mußte: ſo ließ ſich Chriſtina dennoch nicht durch ihr Mißgeſchick beugen. Vielleicht trug das 4 geheime Bewußtſein, daß ihr Geliebter nahe ſei und ihr Schickſal theile, nicht wenig dazu bei, ſie in dieſen Stun⸗ den der Prüfung aufrecht zu erhalten. 1
Der lange Finne, deſſen Leben, wie wir früher be⸗ richteten, die Wittwe gerettet hatte, wurde, nach der Sitte der Indianer, ihr Sclave. Eine Zeitlang wurde er ſtreng bewacht und durfte ſich nicht aus dem Bereiche des Dor⸗ fes entfernen. Da man aber ſah, daß er ſeine heitere Miene beibehielt und ſich allmählig mit ſeiner Lage aus⸗ zuſöhnen ſchien, ſo ließ man ihm nach und nach mehr Freiheit und die Indianer nahmen ihn dann und wann
mit auf die. Jagd. Bei dem erſten Jagdzuge, welchem er beiwohnte, be⸗ mühte er ſich, ſich auszuzeichnen, und ſchoß ſo meiſterhaft,


