Teil eines Werkes 
5. Band, Königsmarke oder Alte Zeiten in der neuen Welt : 1. Theil (1840) Alte Zeiten in der neuen Welt
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Dazu kam gewöhnlich eine Schüſſel geräuchertes Fleiſch und eine Maſſe Gemüs, vor Allem das in der ganzen Würde eines Nationalgerichts prangende, ſchreckliche und nicht genug zu meidende— Sauerkraut. Alle dieſe Leckerbiſſen jener Zeit waren auf dem Tiſche vertheilt und harrten ſeiner Ankunft und der des übrigen Theils der Hausgenoſſenſchaft.

Unter dieſen müſſen wir den Leſer zuerſt in gebüh⸗ render Form mit der Dame Editha Pfeifer, der einzigen Schweſter ſeiner Excellenz des Statthalters, bekannt machen, einer Perſon von furchtbarem Anſehen, welche nach dem Tode[der Gattin des Heern Peters den Ober⸗ befehl über die ganze Niederlaſſung und, wenn das Ge⸗ rücht wahr iſt, über den Statthalter Pfeifer obendrein an ſich gezogen hatte. Im Allgemeinen war ſie eine gute Sorte von Weſen und von dem gemeinnützigſten Cha⸗ rakter; denn ſie vernachläſſigte die Angelegenheiten ihres Bruders, um ſich mit denen aller anderen Bewohner des Dorfes zu befaſſen. Sie wußte Alles, was vorging und ſich zutrug, und eine große Menge Dinge, die ſich nie zutrugen. Ja, wir können unſere Wahrhaftigkeit als Geſchichtſchreiber zum Pfande einſetzen, daß es nie— von der Zeit der Ankunft der Dame Editha bis zu der Stunde ihres endlichen Abſcheidens— in dem Dorfe mehr als zwei Geheimniſſe gab. Das erſte war der Ge⸗ burtstag der guten Dame, das zweite möchten wir gern noch ein wenig für uns behalten, da wir beſorgt