Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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Thätigkeit ſichert allein das Glück eures künftigen Lebens, indem ſie euch nützlich und geachtet macht.

Wo iſt aber die Moral, guter Freund? ſagte eine meiner gewogenſten Leſerinnen, eine ältliche Dame, Schatzmeiſterin, Präſidentin, Sekretärin von fünfzig Geſellſchaften.Ich finde nichts von Moral her⸗ aus! Dabei wiſchte ſie ihre Brille.

Meine theure Madame, könnt ihr ſie nicht durch eines eurer Brillengläſer ſehen? Die Moral meiner Erzählung findet ſich in den letzten Worten, ſowie alle Moral des Lebens eines Schurken ſich in ſeiner Sterbe⸗ rede ſammelt.

Thätigkeit pah! Seid deſſen eingedenk, Thä⸗ tigkeit! Ich gebe keinen Pfifferling auf eine ſolche Moral ich! 3

Gut denn, meine theure Madame, wenn ihr dieſe nicht liebt, will ich euch eine andere geben. Die Moral meiner Erzählung iſt eine Warnung an alle junge ver⸗ zweifelte Liebende, ſich nicht in ſchnupftabaksfarbenen Kleidern, aus der Fabrik von Meiſter Gooſen Ten Broeck, vor der Geliebten ſehen zu laſſen.

Pah, ich werde nie wieder eines eurer Bücher leſen, dies iſt mein feſter Entſchluß.

Dann, Madame, werdet ihr nie ſo klug werden, wie eure Großmutter!

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