Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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Der Anblick ſchien ihm neues Leben zu geben, denn er ſchritt lebhaft an die Thüre, hob raſch die Klinke und trat in die dem Magen geweihte Region. Niemand regte ſich, kein Ton war zu hören, die einträchtige Muſik aus⸗ genommen, an welcher jeder aus der ſchwarzen Geſellſchaft Antheil nahm. Der Fremde trat vor und ſchüttelte den Patriarchen des harmoniereichen Stammes an der Schulter. Er hätte eben ſo gut den Körper des guten Mannes vom Hauſe rütteln können, der einige Monate vorher geſtorben war. Er ſaß unbeweglich, wie einer der trefflichen Geſell⸗ ſchaft, der in der Geſchichte von dem Fiſcher und den Genien in ſchwarzen Marmor verwandelt worden. Der Fremde ſchrie ihm nun in das Ohr— aber auch dieſes ſchlief.

„Tölpel!“ murrte der Fremde vor ſich hin und ergriff ein Becken oder eine Schüſſel— ich glaube, es war eine hölzerne Schüſſel— voll Waſſer, goß es dem muſterhaften Schläfer ohne Umſtände in das Geſicht und ſtörte das ſchönſte Schläfchen, das je gehalten worden.

„Bo— o— o—o!“ rief das alte Ebenholz, als er, erſchrocken und zornig über dieſe Sündflut auffuhr.

Er wiſchte ſich die Augen, wahrſcheinlich um beſſer zu ſehen und warf einen Blick auf den Fremden, welchem Blick ſogleich ein Hinſtürzen und ein Schrei von ſolcher merkwürdiger Originalität folgte, daß ich nicht verſuchen werde, ihn zu beſchreiben. Der Leſer kann ſich jedoch eine Vorſtellung von der Gewalt dieſes Schreies machen,