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es— ließ die Glocke der kleinen achteckigen Steinkirche auf den Flats die melancholiſche Mahnung hören, daß die Leiche eines Erben der unſterblichkeit im Begriffe ſei, in das enge Haus beigeſetzt zu werden, in welches keine Luft wehen kann. Für mein Herz und meine früheſten Erinnerungen liegt etwas ungemein Rührendes in dem Klange einer Kirchenglocke inmitten des Schweigens einer ländlichen Gegend. Meilenweit umher verkündigt er die Botſchaft der Sterblichkeit. Der Pflüger läßt ſeine Pferde ſtill ſtehen, um der feierlichen Kunde zu lauſchen; die Hausfrau läßt ihre häuslichen Arbeiten ruhen, und ſenkt die Hand mit der Nadel in den Fingern, und denkt nach, wer der ewigen Heimath zueile; und ſelbſt die kleinen gedankenloſen Kinder, die ſpielend und lachend aus der Schule gehen, werden einen Augenblick durch dieſe ſchwer⸗ müthigen Klänge in ihren Abendſpielen aufgehalten und ſtecken ihre Köpfe, wenn ſie zur Ruhe gehen, unter das Kiſſen.
Nach einer kleinen Weile ſah man einen langen Zug verſchiedenartiger ländlicher Wagen, von Leuten beiderlei Geſchlechts und jeden Alters, zu Juß und zu Pferd gefolgt, langſam aus dem Hofe des Hauſes kommen, wo
die Seele des guten Mannes ſich himmelan geſchwungen,
und dem Orte ſich zuwenden, der alle Lebenden auf⸗ nimmt. Die einfache Ceremonie war bald vorüber. Ein Gebet wurde geſprochen; ein Lied geſungen, manche bie⸗ dere Thränen der Erde beigeſellt, die in das Grab


