Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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Zehntes Kapitel.

Wie oft enthüllte die Farbe des Kleides das künftige Loos der Menſchen!

Unſere Heldin war ein Weib ein entzückendes

Weib aber doch nur ein Weib, und zumal vor dem

glücklichen Zeitalter der öffentlichen Fortbildung und der Vorſchritte des Geiſtes geboren. Ich habe nie gehört, daß ſie Franzöſiſch und Jealieniſch ſprach, obgleich ſie das Engliſche und Holländiſche redete und zwar mit einer Stimme von ſo überredender Muſik, ſolchem tiefen, unwiderſtehlichen Pathos, daß Gilfillan oft erklärte, es ſei gar nicht nothwendig, zu verſtehen, was ſie ſagte, um ſich zu jeglicher Sache überredet zu finden. Sie war aber

in der That hinter der jetzigen Zeit der Entwickelung

wunderbar zurück. Sie hatte nie in ihrem Leben einer Vorleſung über Genie beigewohnt obgleich ſie ganz

ſicher wußte, was zu einem Pudding gehörte; in der glücklichen Kunſt, die Zeit mit Beſuchen und Umhertändeln

und Spazierfahrten zu tödten, eine Kunſt, welche von den

Damen dieſer frühreifen Zeit zur höchſten Vollendung

gebracht wurde, war ſie ganz unbewandert. In der That, ſie war viel zu gutmüthig, an irgend etwas einen Mord