Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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dieſer Herren nahm ſich in Folge einer lebhaften Anregung der Madame Aubineau mächtig zuſammen und vollbrachte eine glänzende That der Galanterie. Er ſprach in der That an einem und demſelben Morgen drei Male mit unſerer Heldin. Was den zunderherzigen Mileſier betrifft, ſo ſchwor er wenigſtens ſechs Dutzend Mal des Tags, ſie ſei ein Engel und er werde demnächſt aus purer Liebe zu ihrer ſüßen Seele ſterben. Nach Art eines Soldaten und eines Ireländers war er auch wirklich höchlich ver⸗ liebt; obgleich er aber aus Liebe ſterben wollte, war er der geſundeſte und fröhlichſte Geſelle von der Welt, und lachte, tanzte, ſang, trank, ſpielte und liebelte, als wenn nichts mit ihm vorgefallen wäre.

Catalina hatte viele Mühe, ihn in gehöriger Ordnung und Unterwürfigkeit unter die Geſetze weiblichen Zart⸗ gefühls zu erhalten, denn ſo ein echter Mileſier iſt wun⸗ derbar unternehmend. Selbſt die Liebe iſt nicht im Stande, ihn einzuſchüchtern. Unſere Heldin mußte ſich ſtets auf der Defenſive halten, wenn ſie allein mit ihm war, und hatte mehr denn ein Mal urſache, ernſthaft böſe zu werden.

Eines Tages trat er, ſein LieblingsliedchenEllen a Roon ſummend, in das Geſellſchaftszimmer. Als der edle Herr eines Miniatur⸗Porträts Catalina's, das eben fertig geworden war und von einer Meiſterhand herrührte und welches noch in der Familie Vancour aufbewahrt wird, anſichtig ward, ergriff ihn eine ſeiner galanten Launen, daſſelbe wenigſtens für einige Zeit zu beſitzen.