Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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Viertes Kapitel. Eine regierende Schön e.

Dieſer entzündliche Herr verliebte ſich bei dem erſten Anblick in Catalina und nie hatte ein Mann eine beſſere Entſchuldigung; denn ſie war jetzt in der ſchönſten Blüthe der Jungfräulichkeit und lieblich, wie die glück⸗ lichſten Schöpfungen der Malerei und Dichtkunſt. Ihre Augen, ihre Lippen, ihre Wangen, ihre Naſe, ihre Stirne und ihr Kinn waren alle in der glücklichen Form des Ebenmaßes gebildet, und das Ganze brachte einen Aus⸗ druck der Gefühlsinnigkeit, des Verſtandes und der mora⸗ liſchen Kraft hervor, welcher Jedem bei dem erſten Anblick auffiel. Ihr ſchöner, weißer Hals, ihre zartgeformten und doch vollen Schultern; die Umriſſe jener Region, auf welchen Auge und Phantaſie ſo gern als dem erwähl⸗ ten Platze weilen, wo Anmuth und Schönheit wie auf einem Lilienbette ſchwelgen; der kleine, feine, niedliche Fuß und die anmuthvollen Linien, welche den Umriß ihrer zarten, vollen, runden Geſtalt bezeichneten, alles und jedes legte ein ſchweigendes Zeugniß von der Vollendung der verborgenen Herrlichkeiten des innern Tempels ab, der einem Einzigen geweiht war.