Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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geweſen. Gilfillan war ein iriſcher Bull, der vollkommene Gegenſatz eines engliſchen Bull. Er ganz Leben, Liebe, Galanterie, Witz, Laune, Geiſt und Hyperbel. Seine animaliſchen Geiſter waren für ihn wie die Flügel eines Vogels, auf welchen er ſich in die Regionen der Phan⸗ taſte und der Thorheit erhob. Zehnmal in einer Stunde flogen ſie mit ihm davon. Er lernte alles ſo ſchnell, daß er nichts ordentlich wußte; und der Ungeſtüm ſeiner Ideen war ſo groß, daß ſie ihn gewöhnlich auf die ver⸗ kehrte Seite führten. Seine Unwiſſenheit über einen Gegenſtand hinderte ihn keinen Augenblick, ſich kopfüber in denſelben zu ſtürzen, noch hielt ſie den Strom ſeiner Gedanken auf, der einem vom Regen angeſchwellten

Waldbache glich und ſehr geräuſchvoll und etwas trüb war. Wirklich ſchienen ſich ſeine Gedanken immer häupt⸗ lings übereinander hinzuſtürzen und boten größtentheils

jene rhetoriſche Anordnung dar, welche man durch die Aus⸗ drucksweiſe,den Wagen vor die Pferde ſpannen

bezeichnet. Er ließ ſich nie der Unbekanntheit mit irgend

einer Sache bezüchtigen und bedachte ſich nie, einen

Gedanken da aufzufaſſen, wo er ſich eben darbot wobei

er mit humoriſtiſchem Eigenſinn behauptete, da er deſſen

rechtes Ende doch zuletzt faſſen würde, ſei es gleichgiltig,

wo er beginne.

Die Natur hatte dem Oberſten Gilfillan eine mehr als gewöhnliche Portion des echt iriſchen Hanges, ſich ex tempore zu verlieben, gegeben. Sein Herz war ganz ſo