Teil eines Werkes 
3. Band, Des Holländers Heerd : 1. Theil (1838)
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den Kopf zwiſchen die Schultern ſinken zu laſſen, nahm ſeiner Geſtalt alle männliche Kraft und Würde.

Für ihn waren die glücklichen Tage der Kindheit nur Tage ſchwerer Arbeit und harter Anſtrengung. Während er aus dem Fenſter ſeiner Lernſtube die kleinen Wildfänge der Nachbarſchaft auf den Wieſen oder dem weißen, ſan⸗ digen Uferdamme ſpielen ſah und das laute Jauchzen ihrer kecken, freien Fröhlichkeit hörte, hätte er für ſein Leben gerne ein Glück getheilt, das die Natur gleichſam als eine Entſchädigung für künftiges Leid und Ungemach den Maientagen des Lebens ſo verſchwenderiſch ſpendet. Aber jeder Blick von dem ewigen Aufgabebuch wurde durch den guten Dominie bewacht und geſtört, welcher die Erinne⸗ rungen an ſeine jugendlichen Gefühle lange überlebt und jede Anſprache der Natur unter der Maſſe gelehrten Plunders begraben hatte, welchen die unausgeſetzten Arbeiten von ſechszig Jahren in ſeinem Gedächtniſſe angehäuft hatten. Die Gelehrſamkeit iſt allerdings etwas nicht genug zu Schätzendes, faſt glaube ich aber, daß man ſie zu theuer erkaufen kann. Warum ſollten die Tage der Kindheit, welche von Gott und der Natur als die Zeit beſtimmt worden, in welcher die Seele jeder Sorge und Beläſtigung baar und frei ſei, in Tage der Arbeit, Mühſeligkeit und Noth verwandelt werden, lediglich um einiger vorzeitigen Kenntniſſe wegen, welche der unreife, zarte Verſtand noch nicht zu faſſen vermag, oder zu deren Verſtändniß eine Annenaaxu Geiſtes gehört,