257 — der Marſchall hob Richters Talent, ſowol im Schreiben, als im Prophezeien, ſehr heraus— kaum aber war nur Worble's halbe Bittſchrift zu Ende: ſo wurde vom Fürſten dem Kandidaten der Theologie aus Hof die Beſtallung zum Pro⸗ phetenamt mündlich zugefertigt mit allen Nutz⸗ nießungen und Privilegien des Amts, wie ſolche auch immer Namen haben mochten.
— Was den Freudenkehraus oder Luſtpolter⸗ abend in des Kandidaten Gehirnkammern anlangt, ſo war ſolcher ſo laut und verworren, daß mir darüber alle die witzigen Verſchrobenheiten ganz ent⸗ fallen ſind, womit der junge Menſch dem Für⸗ ſten ſeinen Dank darbringen wollte, weil er es damals für ſeine geſellige Pflicht anſah, jeden Satz zu einem kurzen, ſcharfen, blanken, dün⸗ nen Gegenſatz auszuſchleifen. Wer es freilich wußte, wie der Kandidat in Hof, gleich faulem Holze, gedrückt und zerdrückt, doch nicht auszu⸗ löſchen war, ſondern zerkrümelt und unter man⸗ chem Waſſer fortleuchtete, der mußte, wenn er nur halb ſo gutmüthig dachte, wie er, ihm den
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