Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1820)
Entstehung
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erhörtes ſein*). Nur wurde ausgemacht, daß ſie einige Tage vor ihm ſich aus der Apotheke ver⸗ lieren und dann in Tracht eines Tyrolers ſich zu ihm finden ſollte, damit nicht einmal ſeine Freunde, geſchweige ein Anderer in ſeinem Gefolge, je er⸗ riethen, wer ſie wäre. Sie verſprach es ihm um ſo leichter, da ſie es den Freunden ſagen, und ſie um Blind; und Stummſein bitten wollte.

Aber welche rüſtige Eile der Reiſean⸗ ſtalten! Marggraf wäre noch lieber aus Rom ge⸗ flogen, als gefahren; und einen ſolchen Schwan⸗ gern⸗Ekel, eine ſolche Waſſerſcheu empfand er vor der Stadt, die ihn ſo lange für einen Bürger⸗ ſohn, für einen Uebergeſchnappten, ja neuerdings für einen Spitzbuben, angeſehen, daß er nicht einmal die Freude koſten wollte, etwan eine oder die andere Armengaſſe zu beſchenken. Ich ſollte hier faſt über die Erſcheinung einen Augen⸗ blick philoſophieren. Wie oft kommt ſie nicht vor in manchem Fürſten⸗ und Miniſterleben, dieſe Ortſcheu? Welche Kleinigkeiten gehören nicht da⸗

*, Z. B. als die Kaiſerin Katharina 1717 nach Berlin abging⸗ nahm ſie die Fürſtin Gallizin als Hofnärrin an und mit.