Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1820)
Entstehung
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XXXVIII

len und die halbe Stadt, nämlich die hungernde, zu Gaſte zu bitten, ja ſeine ſchönſten Kapitalien, die er alle auf ſein Teſtament, als auf den Adel⸗ brief ſeines Gewiſſens, aufhob, an öffentliche An⸗ ſtalten, Schulen und Arbeithäuſer zu verſchwen⸗ den. Dabei ſtand nun der Menſchenfreund nicht etwa blos die nächtliche Qual der verſchenkenden Traumbilder aus, ſondern am Tage mußte ihn auch die Beſorgnis verfolgen, daß er ſich durch dergleichen gegen das Geld abhärte und zuletzt es wirklich herzugeben anfange.

Der Student Eh geſteht in ſeinem Tagebu⸗ che die gemeinſchaftliche Mishandlung eines begü⸗ terten Landpfarrers. Sie ließen den exemplari⸗ ſchen Seelenhirten drei Sonnabende hinter einan⸗ der ſeinen aufgehäuften zweyjährigen Sackzehend in ſeinem Bette um den jetzigen Spottpreis an Juden verhandeln, zu einer Zeit, wo gewiß noch nicht jede Hoffnung eines Misjahrs und naſſen Sommers verſchwunden iſt;— was aber dem Seelſorger dermaßen zuſetzte, daß er die an ſich frohen Oſterpredigten mit einer ſo kläglichen Stim⸗