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kälten dein Leben. So wird der Erde die Sonne nur ſelten durch den Mond verfinſtert, aber deſto häufiger und verdrießlicher durch die eigenen Wol⸗ ken bedeckt.
Kein Menſch krümmt ſich ſo feige zur Erde, daß er bekennt, er werde jeder Art von Schmer⸗ zen erliegen und gar keine bekämpfen und aus⸗ dauern. Nun aber dann, wenn du einmal kämp⸗ fen und trotzen willſt, ſo darfſt du kein Leiden ausnehmen, ſondern mußt dich gegen alle ſtellen, aus demſelben Grunde gegen größte, wie gegen kleinſte, und alles entweder durch Licht der Be⸗ ſinnung auflöſen, oder durch Verhärtung des Ge⸗ fühles aushalten, was da kommt, donnernde Wol⸗ ken und donnernde Menſchen, ein Gerſtenkorn im eigenen Auge, und einen Baſiliskenblick im fremden. Auch wär' es ja widerſinnig, wenn du nur gegen Bienenſtiche, aber nicht gegen Schlan⸗ genſtiche, dir bei der Venunft oder der Religion die Salben verſchriebeſt, oder dir von ihnen nur den verſtauchten Fuß, nicht den gebrochenen Arm zurecht drehen ließeſt.— Der Meiſten Leben gleicht dem Waſſer, das nur auf Einem Punkte Sonnenglanz hat und rund herum dunkel bleibt;


