Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1820)
Entstehung
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Das Gefühl bei dem Tode großer Menſchen.

Die Ewigkeit hat Großes, die Vergangen⸗ heit hat große Menſchen genug, und die Zukunft ihrer noch mehr; aber wie wenige hat immer jede Gegenwart, die ſchmale Erdzunge zwiſchen den beiden Geiſterweltmeeren. Man kann in einem erlaubten Sinne ſagen, der Untergang einer be⸗ völkerten Häuſerzahl durch Erdfall und Waſſer⸗ ſturz wiege in der geiſtigen Welt oft weniger, als der Untergang eines Kraftmenſchen, der, wie alles Große, eigentlich nur Einmal erſcheint; da⸗ her der Beiname des Einzigen bei Friedrich II. ſo überflüſſig, ja zweideutig geweſen. Wenn wir erleben müſſen, daß wahre ausgezeichnete Geiſter hinter einander ſterben: ſo ekelt uns das Leben

an, die Erde wird uns zur Waiſe, und man glaubt einſam ohne Vater zu ſein, weil ſie nun

ihre großen Gedanken, die wir nicht kennen, nicht mehr unten bei uns denken. Als Herder ſtarb, harte der Verfaſſer, und er hofft, noch man⸗