duͤrfte, verſprach ſie, ſich etwas niederzulegen, und Honoria ging, ihre Zimmer in Augenſchein
5 bald wegen ihres Gatten aufgefordert werden
zu nehmen. Allein ſie fand, daß wenn ſie beide zu Bett gehen wollten, ſie beſondere Zimmer einnehmen mußten, da das, wohin man ſie zuerſt fuͤhrte, nur eine Schlafſtelle be⸗ ſaß, und das andere war im zweiten Stock. Sie aͤußerte ihr Mißfallen daruͤber, doch das Dienſtmaͤdchen verſicherte, das ganze Haus ſei beſetzt, und jedermann zu Bett, welches ſich glauben ließ, da ein Uhr voruͤber war. Auf die Frage, nach dem Namen des Orts, hoͤrte ſte, es ſei nur ein einzelnes Wirthshaus an der Straße. Sie beſchloß, ihre Schweſter nicht zu verlaſſen, da ſie beide nicht ſchlafen wuͤrden, und ſich abwechſelnd auf kurze Zeit niederlegen konnten. Als ſie das Gemach ver⸗ ließ, fand ſie es auf einen großen Gang fuͤh⸗ rend, wo zu beiden Seiten Thuͤren waren, und indem ſie ein wenig weiter ging, fragte ſie von neuem, ob alle dieſe Zimmer einge⸗


