Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
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und wollte ich mich zu hoͤhern Betrachtungen el⸗ heben; wollte ich euch die gluͤhenden Thraͤnen herzaͤh⸗ len, welche dies Proteusgeſchlecht hat vergießen laſſen, die Gefaͤngniſſe, worin es ſeine tauſend Opfer begraͤbt, die blutigen Kataſtrophen, welche es herbeigefuͤhrt!

Wollte ich noch eine Stacfel hoͤher gehen, und euch die Gluͤcksritter zeigen, welche ſich der hoͤchſten Aemter bemaͤchtigen, Ehren und Waͤrden und Titel an ſich reißen, und oft die Fuͤrſten und den Staat nach Ge⸗ fallen regieren, 0, dann wuͤrde Bitterkeit in meinen Bericht fließen, beißende Schaͤrfe in meine Feder; denn hier hat das Uebel ganz andre Folgen, als die Reue kines Juͤnglings, oder einige Thraͤnen eines Familien⸗ vaters, oder einen Straͤfling mehr im Bagno zu Tou⸗ lon und Rochefort.

Ich begnadige euch, die ich brandmarken koͤnnte, und auch euch, die ihr verurtheilt ſeid, mich zu leſen.

So macht ſich alſo der Ausſatz der Gluͤcksritter in allen Klaſſen der Gefellſchaft fuͤhlbar, von dem kleinen Bettler, der weint, ſobald er Jemand kommen ſieht, und ſich nachher uͤber das Mitleid, das er einfloͤßt, luſtig macht, bis zu den Gewaltigen des Tages, welche ihren Einfluß zum Vortheil der Mittelmaͤßigkeit und Schlechtigkeit gebrauchen.

Der Gluͤcksritter hat jede Tracht, er zeigt ſich un⸗ ter allen Geſtalten. Bald iſt ſeine Rede hoch und kurz,