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der, und laſſen Sie mich ausſprechen. Die junge Frau, an der Sie ſo lebhaften Antheil nehmen, iſt die Wittwe eines Kapitains, der als Junggeſell bei der Bela⸗ gerung von Taragona geblieben. Sie begleitete ihren Mann auf ſeinen gefaͤhrlichen Feldzuͤgen; im Regimente nannte ſie Jeder Mademoiſelle, ohne daß es den Gemahl verdroß, und wie Sie wiſſen, wenn Sie uͤber⸗ haupt Etwas wiſſen, ſind die Archive aller ſpaniſchen Staͤdte bei unſerm erſten Einfall verbrannt worden, alſo iſt auch der Ehekontrakt dieſer werthen Demoiſelle vernichtet. Ihre Zukunft iſt dadurch etwas getruͤbt; aber die Hoffnung iſt lebendig in dem Herzen eines huͤbſchen Maͤdchens; dieſe erwartet heitre Tage, und mit Huͤlfe ihrer Figur und ſtrengen Grundſaͤtze iſt ſie auf gutem Wege.. —„Was Sie mir da ſagen, iſt etwas dunkel.“
— Etwas Anderes habe ich Ihnen nicht ſagen wol⸗ len. Fragen Sie Ihren Bruder, ob Sie mit der Fin⸗ ſterniß Licht machen koͤnnen. Ich kann nicht mehr, als die Phyſik, und bin wahr geweſen, wie ſie.
—„Nun, moͤgen ſie mit einander zurecht kommen!“
— Gut, mein Freund! Sie civiliſiren ſich. Mi⸗ ſchen Sie ſich nie in die Angelegenheiten der Gluͤcks⸗ ritter, wenn Sie ſich nicht in verdruͤßliche Haͤndel ver⸗ wickeln wollen, aus denen Sie nur mit Schmutzflecken hervorgehen. Haben die Gewuͤrzkraͤmer nicht immer einen Geruch von Zimmt und Nelken an hſ ch? Man


