Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

360

meinen Bruͤdern; ſie riethen mir zu mehr Vorſicht und in Zukunft einen andern Weg einzuſchlagen.

Deern folgenden Tag kam ich um Mitternacht, allein, zu Fuß durch die duͤſtern Baumgaͤnge der prachtvollen Allee, welche ſo majeſtaͤtiſch das Obſervatorium mit dem Luxembourg verbindet und von dem elenden Napoleon Bonaparte angelegt iſt, dem wir faſt Alles verdanken, was es Schoͤnes in Paris giebt. Ich wurde dieſe Nacht durch Niemand angetreten, auch nicht die folgenden Naͤchte.

Aber zwei Monate nach dem Tage jenes kleinen Ereigniſſes befand ich mich eines Abends im Schatten an den Graͤben der Baſtille(Auch ein großes An⸗ denken an Bonaparte!)Mein Herr, ein Almoſen!

Scogleich erkannte ich die Stimme vom Obſerva⸗ torium und lachte dem Räuber gerade ins Geſicht. Er zitterte ſchon.

Ich erkenne Sie; Sie haben mich vor zwei Monaten um Mitternacht in einer Allee, nah am Boule⸗ vard Mont⸗Parnaſſe angehalten; ich halte Sie nun auch meinerſeits an!

Was wollen Sie mit mir machenoa

Was man mit Raͤubern und Moͤrdern macht; und doch bin ich uͤberzeugt, daß Sie weder das Eine noch das Andere ſind. Folgen Sie mir! Ich hatte laut geſprochen.

Und der Raͤuber folgte mir, ohne ein Wort zu

ſagen,