Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
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Verwuͤnſchungen miſchte, daß ihr die Kehle zu ſprin⸗ gen drohte; ich hoͤre und ſehe das noch, wie ſie pfei⸗ fend ſich umkreiſten, daß uns ſchwindlig wurde, und wie ſie verſchwanden und es donnerte!

Andern Tages ſah man Blut und Federn und ein zerſtoͤrtes Neſt auf den Steinen. Kurz darauf ſchiffte ich mit meiner Mutter nur meiner Mutter! nach Amerika, wo uns Niemand erwartete. Sie war ſtumm,

die liebe Mutter, ſie war fern von Euch Allen. Wir

ſahen uns mit Grauen an, als ob wir uns nicht mehr erkennten. Sie druͤckte mir den Arm und preßte mich an ſich bei jeder Schwankung des beweglichen unbe⸗ kannten Hauſes, wo ſie krank zum Tode wurde. Und dann, Schweſter, nach wieder drei Monaten, kam ich allein und ſchwarz gekleidet zuruͤck, und wagte mich nicht in die Welt, wo der Tod kreiſt, wie jene wuͤ⸗ thende Schwalbe Und jetzt bin ich, ganz Waiſe,

bei dem Onkel, der glaubt, daß ich eine Malerin, daß

ich gluͤcklich ſein werde!

Sie hoͤrte auf zu ſchreiben. Ihr Onkel, der nach mehrern Stunden wiederkam, fand ſie auf derſelben Stelle, den Kopf auf ihre Arbeit geneigt, ſanft und feſt entſchlummert. Er las das Papier, das noch offen auf ihren Knien lag, ſah ſie traurig an, hob die Hand uͤber ihren Kopf, vielleicht um ſie zu ſegnen, und warf ein Goldſtuͤck in ihre Schuͤrze. Sie oͤffnete die Augen, nahm das glaͤnzende Stuͤck, ſah ihren Onkel ſchlaf⸗

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