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Kinder/ Freunde, Nachbarn, Gevattern, Bedienten, Alles durcheinander, ich glaube ſogar der Souffleur. Das Ge⸗ woͤlbe drohte unter dem donnernden Beifall einzubrechen. Der mißgeſtaltete Wahnſinn dieſer tollen Leidenſchaften, dieſer ſcheußlichen Orgien der Ausſchweifung, war von den geſchminkten Schauſpielern auf die Zuſchauerinnen uͤbergegangen, auf die krampfhaft zuckenden Zuͤge der Frauen jedes Alters, junger Maͤdchen und Muͤtter, Gattinnen und Braͤute,— die Haͤlfte des Saales war trunken— die andere betaͤubt. Man ſah die Nerven beben um Amanda's Mund, der, ach! noch mit kind⸗ lichem Reize prangte; ihr jungfraͤuliches Auge, das ih⸗ res Alters reiner Glanz ſo ſchoͤn belebte, ſchwamm in Thraͤnen, und ihr iugendlich friſcher Buſen, den eine unſchuldige Liebe vielleicht nicht einmal geſchwellt haben wuͤrde, ſtuͤrmte unter dem gluͤhenden Eindrucke des Laſters, das nackt auf die Buͤhne geworfen wurde.
Der kleine Vetter war purpurroth, und ſeine Scham, als junger Liebhaber in Gegenwart ſeiner Verlobten dergleichen zu ſehen, trieb ihm den Schweiß auf die Stirn.
Man trocknete ſeine Augen, legte die Shawls um und druͤckte ſeine Bewegung aus.
— Ach! Mamal welches Intereſſe! Welche Wahr⸗ heit! Welche Frauenliebe! Wie ſo ganz Natur!— Sieh nur, wie ich geweint habe!
— Sie ſehen, kleiner Couſin, wie meine Tochter


