Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
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Couſin aus der Provinz hat nicht ein Jagdhorn uͤver der Schulter, wie Hernani, er hat auch kein gutes Meſſer in der Taſche, wie Antoni, er iſt ſogar, wenn ich Alles ſagen ſoll(verzeiht mir das Wort, da die Sache in guter Geſellſchaft paſſirt), weder Baſtard, noch Vagabond. Es iſt ein einfacher junger Menſch, arglos, ehrlich, hoͤflich, der den Herrn Vater gekannt und die Frau Mutter geliebt hat, der mit wenig Geiſt, aber viel geſundem Menſchen⸗Verſtande begabt iſt, eine volle, heitre Figur, bis zu den Ohren raſirt; erzogen wie man in einem Winkel der Provinz ſein kann, klaſ⸗ ſiſch unterrichtet bis zur Rhetorik, Boileau hoͤchlich verehrend, vor Corneille's großem Namen aus Achtung ſich neigend, Andromache ſchoͤn findend und Stellen herſagend, ohne zu bemerken, daß man uͤber ſeine Ein⸗

falt lacht; kurz, ein ſo ſimpler Junge, daß er ſeinen.

Hut ſelbſt vor einer Frau abnimmt, daß er glaubt, die Liebe fuͤhre noch dieſelbe Sprache, wie zur Zeit von Tibulls und Ovids Liebenden, naͤmlich durch zaghafte Noͤthe, ſchuͤchterne Blicke und zarte Achtung. Er war recht zuruͤck im jetzigen Jahrhundert, Amande's

Vetter. Aber man muß bedenken, daß das Fortſchrei⸗

ten der Sitten in einer Provinzialſtadt nicht mit dem

raſchen Aufſchwunge von Paris gleiche Schnelligkeit halten kann. So iſt er beſchaffen.

Uebrigens, zum Troſte, daß er wenig romantiſch, und

zur Entſchuldigung, daß er ein ehelich Geborener iſt,

bringt

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