8
fangenheit. Sobald unſre Freundſchaft jedes Vertrauen
wagen konnte, verfehlte er nicht, mit mir von ſeinen tollen, auf den Orient gerichteten Hoffnungen zu ſpre⸗ chen.—„Der Orient iſt mein,“ ſagte er zu mir,„wie der Occident meinem Vater Napoleon gehoͤrte. Ich werde mein Blut, meinen Namen, meine Plaͤne offen⸗ baren, ich werde mich an die Spitze, nicht der Tuͤrken, ſondern der Araber, ſetzen; mit den Tuͤrken iſt es aus. Bei den Arabern werde ich die Civiliſation der Ptole⸗ maͤer wieder hervorrufen. Ich ſpreche ihre Sprache, ich bin von ihrem Stamm, von ihrem Fleiſch und Bein; ſie werden auf mich hoͤren. Ich werde jede Stadt, jedes Dorf, jeden Mann, jedes Kind bei Namen rufen. Alles wird mir zuſtroͤmen, und der Nil und der Sand und die Stuͤrme werden uͤber Kairo und Alerandria einbrechen wie die Krieger des Kambyſes. Das koph⸗ tiſche Kreuz und die drei Fahnen werden neue Wunder bewirken. Ich werde fuͤr Aegypten thun, was mein Vater zu bewirken nicht ſo großmuͤthig geweſen iſt. Er beſtimmte es zu einer Heerſtraße nach Oſtindien, ſtatt es unabhaͤngig zu machen. Es wird mit mir ſein und durch mich frei: frei durch mein Schwert, durch das Kreuz und die drei Farben. Keine Beys mehr, noch Paſchas und Sklaven! Die Befreiung wie zur Zeit der Kalifen. Sehen Sie dieſen Helm? Ich werde ihn auf die Thurmſpitze von Mekka ſetzen, und die Auf⸗ klaͤrung wird um ihn her entſprießen. Erſt dann werde
——


