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was dem untern Theile ſeines Geſichts einen entnerv⸗
ten, etwas moͤnchiſchen Ausdruck gab. Aber es war
unmoͤglich, bei dieſem Fehler zu verweilen, wenn man vor ſich hatte, was in ihm den rechtmaͤßigſten Anſpruch auf die Aehnlichkeit charakteriſirte, auf die er ſtolz war. Von einem leuchtenden Blau, malten ſeine Augen das Uebergewicht der Seele, welches Gott von Jahrhun⸗
dert zu Jahrhundert in die Bruſt gewiſſer Menſchen
wirft, um den Gleichmachern aller Zeiten die Luͤge der Gleichheit zu beweiſen. Die Verfolgung ſeines Blicks riß euch in den Kreis ſeines Wollens; dort mußte man bleiben, um den Sturm ſeiner Bewegungen, das Erd⸗ beben ſeiner nervigen Maſſe zu theilen. Aus ſeinen Augen, die man nie geſehen haben moͤchte, und die zu vergeſſen unmoͤglich war, ſpruͤhte Feuer, und
chen Preis Gott das Genie ausſtroͤmt, und welche fort⸗ waͤhrenden Leiden er in dem Herzen entzuͤndet, welche die Altaͤre deſſelben geworden ſind. Bei dieſer Zeich⸗ nung, der es die ungeſchickte Ausfuͤhrung an Genauig⸗ keit mangeln laͤßt, wird der Leſer in ſeinem Gedaͤcht⸗ niſſe Napoleons große Geſtalt wiederfinden, welche zur Ewigkeit uͤbergehen wird, wie Voltaire's: es ſind die Familien⸗Gemaͤlde der Menſchheit.
Man wuͤrde nur eine unvollkommene Vorſtellung von Tard. s Figur haben, wenn man vergaͤße, daß er
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