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ſprengung verdankte, ſah ich aus dem Ungluͤckswagen ſteigen und leicht in das Magazin huͤpfen— rathet ihr, wen?— Die ſchoͤne Modiſtin, welche von Gott weiß wo zuruͤckkam.
Ich hatte wahrlich nicht Muße, lange daruͤber nachzudenken, noch minder uͤber das traurige Schau⸗ ſpiel, das ſich ihr im Laden bieten wird und uͤber die ſchmerzliche Bewegung, welche ihr modiſtiſches Mut⸗ terherz durchdringen muß, wenn ſie ſehen wird, welche klaͤgliche Ruine das Gewitter aus dieſer Capote gemacht, der anmuthigſten unſtreitig aller Toͤchter, welche jemals ihre dichteriſche Einbildungskraft geboren hat.
Der Fiaker, dem Anſchein nach voraus bezahlt, war wieder auf ſeinen Sitz geſtiegen und ſchickte ſich an, fort zu fahren, als er aus einem Fenſter des Zim⸗ mers der Frau von Saint⸗Clair durch eine ſcharfe gellende Stimme gerufen wurde, welche ich augenblick⸗ lich fuͤr die der Mademoiſelle Liſa erkannte.
Das ſchien mir ſonderbar. 5
Der Kutſcher kehrte mit ſeinem Wagen um und hielt vor der Hausthuͤre der Frau von Saint⸗Clair.
Ich lief eilends uͤber die Straße und druͤckte mich an die Mauer, wenige Schritte hinter dem Wagen.
Koͤnnt ihr euch mein Erſtaunen vorſtellen, als nach wenigen Minuten Wartens aus dem offenen Thorwege, von Mademoiſelle Liſa geleuchtet und von einem ſehr ſchoͤnen polniſchen Offizier begleitet, Frau von Saint⸗


