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Gomeron, der fuͤr den Herzog von Aumale hier befeh⸗ ligte, hatte die Schwachheit gehabt, 1500 Spanier in die Stadt aufzunehmen, und war vor Kummer daruͤber geſtorben.*) Sein Sohn, der ihm nachfolgte und das Schloß beſetzt hielt, beging ſeinerſeits wieder eine an⸗ dere Thorheit; er willigte naͤmlich, der Himmel weiß
in welcher Hoffnung, ein, ſich mit zwei ſeiner Bruͤder
nach Bruͤſſel zum ſpaniſchen Generale zu begehen. Als ihn dieſer in ſeiner Gewalt hatte, wollte er dies be⸗ nutzen, um ſich die Feſtung uͤbergeben zu laſſen, und drohte daher der Mutter Gomeron's, die darin geblie⸗ ben war, im Weigerungfalle ihr die Koͤpfe ihrer drei Soͤhne auf einer Schuͤſſel zu ſenden. Dorvilliers, der
Schwager Gomeron's, war indeß an ſeine Stelle ge⸗
kommen, ſchauderte vor dem Verrathe, den man ihm vorſchlug und rief den braven d'Humières herbei.
D'Humidres kam, griff entſchloſſen die in der Stadt verſchanzten Spanier an, ward zwei Mal zu⸗ ruͤckgeworfen, und ſtarb an einem Flintenſchuſſe von einem Kirchthurme herab. Seine Soldaten raͤchten ihn jedoch; die Stadt ward genommen und von den 1500 Spaniern, die ſie vertheidigt hatten, retteten ſich nur ſehr wenige.
Ihr General belagerte damals Catelet. Aufge⸗ bracht uͤber dieſen Verluſt und ihre Niederlage zog er
²) Mäzeray. 1 FN
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