Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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wurden Heribert's Getreue gendthigt, dem Koͤnige Geißeln zu ſtellen.

Vor dieſer Stadt begann Johann von Burgund 1411 den verhaßten und blutigen Krieg, der ſein Haus und das von Orleans ſo lange trennte. Die flam⸗ laͤndiſchen Truppen, die er dort hingefuͤhrt, uͤberwan⸗ den nur mit Muͤhe den Widerſtand der Einwohner. Doch mußten dieſe endlich nachgeben. Die ungluͤck⸗ liche Stadt ward gepluͤndertund alle Kirchen und Haͤuſer derſelben verbrannt und zerſtoͤrt. Selbſt die dabei gelegene Abtei, aus der bloß ſechs bis ſieben Geiſtliche entkamen.*)

. Sie erhob ſich jedoch wieder aus ihren Ruinen, aber ſchon 1414 nahm Johann von Luxemburg ſie wieder und pluͤnderte ſie abermal.

Zwanzig Jahre nachher ward ſie von Lahire wieder eingenommen. Diesmal aber war ſie von Seiten des

Konigs aufgefordert worden. Die Einwohner widerſetzten ſich ihrem Fuͤrſten nicht im mindeſten und Karl's Trup⸗ pen begingen nicht die kleinſte Gewaltthaͤtigkeit.

Seht nun fuhr er weiter fort und zeigte auf den Eingang der Feſtung hier, ganz nahe bei dieſer Thuͤre, ward 1595 der brave Humidres, der tapfere Krie⸗ ger, getoͤdtet, deſſen Tod Heinrich IV. heweinte.*)

*) Monſtrelet. 2⸗) Thuanus, CXII. Buch.