Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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um meinetwillen einer ſolchen Gefahr ausſetze. Was

mir noch vom Leben uͤbrig, iſt nicht werth, daß man

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dieſen Werth darauf ſetzt.

Der groͤßte Philoſoph des Alterthums ſchlug es ſogar ab, ihn dem Tode zu entziehen. Eine ſo edle That wuͤrde unſere heutige Schwaͤche in Erſtaunen ſetzen. Kaum begreift man ſie noch; wer aber ſollte nur noch glauben, daß man ſie nachahmen koͤnnte? Aber ohne ſich zu einer ſo außerordentlichen Seelen⸗ ſtaͤrke erheben zu wollen, was Niemand weniger als mir gegeben ſein duͤrfte, iſt es doch auch nicht verbo⸗ ten, aus dieſem Beiſpiele das herauszunehmen, was ſich einem beſcheidenen Leben und einem gewoͤhnlichen Muthe anpaſſen laͤßt.

Noch andere Male wiederholte ihnen Graf Richard die Geſchichte dieſes Ortes, ſo wie ſie ihm ſein Gubß⸗ vater gewoͤhnlich erzaͤhlte.

Dieſe Stadt ſagte er beſaßen in alten Zei⸗ ten maͤchtige und beruͤhmte Gebieter. Eudes von Ham nahm unter Philipp Auguſt's Regierung das Kreuz aus den Haͤnden jenes Foulques de Neuilly,der, wie der Chroniken⸗Schreiber*) ſagt, ein tapferer Mann war, der viele Wunder that, und gar fromm von Gott ſprach, durch Frankreich und die andern an⸗ grenzenden Laͤnder. und der wackere Ritter kaͤmpfte

*) Ville⸗Hardouin.