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Ewigkeit, Beginn und Ende Unſerm Daſein, unſerm Tod. Grenzenloſer Kreis, umſchließend Was ſich unſerm Aug' nicht bot: Du Koͤrper unſrer fluͤcht'gen Schatten, Wahrheit deß, was getraͤumt wir hatten, Hoffnung fuͤr des Ungluͤcks Schelten, Grund voll Weisheit und Beſtehen, Von der Pyramide Drehen Aufgebaut aus tauſend Welten.
Das Schickſal einer Huͤtte, eines Reiches
Wie einer Welt, es haͤngt ja nur an dieſer
Unſichtbar tiefen Wurzel. Suchet nur
Sie auszureißen, Alles bebt dann ploͤtzlich.
Der Tempel der Geſellſchaft, nie beſtehen Kann ohne Gott er. Warte, heil'ger Prieſter! Wach' uͤber uns und bete.— Warte!— Dann, Das Auge auf ſein hohes Vaterland
Gerichtet, ſo wie der verlorne Sohn
Auf ſeines Vaters Heerd, kehrt ſtets der Menſch Nach hundert Irren doch zum Ewigen
Zuruͤck. Weh! wenn ein Staat von den Altaͤren Sich trennt! Mit nackten Armen heulend dann Bemaͤchtigt ſeiner ſich die Anarchie,
Und einſam, ohne Zukunft, und getroffen
Vom Anathem, ſtirbt er, umſchlungen von
Der Hyder fuͤrchterlichen Windungen.


