Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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die Einfoͤrmigkeit eines Zuſtandes, der nicht geradezu gluͤcklich iſt; es zerſtreut die Gedanken an die Zukunft, es haͤlt vorzuͤglich in Athem, und iſt, genau betrachtet, vielleicht das, was man jetzt noch am beſten haben kann. Doch muß man nicht glauben, daß der Auflauf in ſeinen Folgen ſtets unſchuldig ſei. Er bringt auch Zer⸗ ſtͤrungen hervor, wie bei Ihren Tuͤrken, und beſſer als die Zeit. Und dies fuͤhrt mich direkt wieder auf Ihren Brief zuruͤck. Sie verlangen Ruinen von mir, Sie geben mir ſo viel Zeit, wie ich nur begehren will, um welche fuͤr Sie in Paris aufzufinden, und da habe ich unter meinen Augen ſchon ganz neue, die ſich erſt von geſtern herſchreiben, aber ſo vollſtaͤndig, ſo vollen⸗ det, daß die große Zerſtoͤrerin menſchlicher Dinge dieſes⸗ mal auf die Menſchen ſelbſt eiferſuͤchtig ſein koͤnnte. Der Anblick der Alterthuͤmer⸗ unter denen Sie ſich um⸗ hertreiben, hat Sie jene alte Kirche Saint⸗Germain Auxerrois nicht vergeſſen laſſen, welche Childebert und ſeine Ultrogothiſche Gemahlin gruͤndeten, und die ſchon einmal in ſo fruͤher Zeit zerſtoͤrt ward, daß das Datum ihrer Wiederherſtellung ungewiß geblieben iſt, zerſtoͤrt ward durch Feinde, durch Sieger, durch Barbaren, aus⸗ geſchmuͤckt aber in einer Reihenfolge von neun Jahr⸗ hunderten durch die Froͤmmigkeit der franzoͤſiſchen Koͤ⸗ nige, die zu ihrer Parochie gehoͤrten, die in ihrem Por⸗ tale und innern Raume faſt die ganze Geſchichte der Kunſt ſeit ihren einfachſten Schoͤpfungen bis zu ihren