Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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fahren, wird das Pflaſter anſehn, als ob ein Paar Sa⸗ menköoͤrnchen der erſten Aufregung dort niedergefallen waͤren. Wenn nun vollends die Polizei noch eine Pro⸗ klamation anſchlagen laͤßt, welche die guten Buͤrger er⸗ ſucht, fein zu Hauſe zu bleiben, ſo iſt kein Menſch mehr zuruͤckzuhalten. Die ganze Stadt iſt auf der Straße: es bildet ſich ein Zuſammenlauf vor jedem Anſchlage, der den Zuſammenlauf verbietet. Dann wuͤrde der Auf⸗ lauf ernſthaft werden, wenn es etwas Ernſthaftes in den Leidenſchaften gaͤbe, wenn die Koͤpfe eines kraͤftigen Entſchluſſes faͤhig waͤren. Der allgemeine Allarm, die Bewegung der ganzen Volksmaſſe macht nun einige Uebelthaͤter ſo keck, daß ſie ſich des dritten Tages be⸗ maͤchtigen wollen. Aber dieſer gehoͤrt von Rechtswegen dem Triumphe der Behoͤrden zu. Vom fruͤhen Morgen an entfaltet ſich der ganze Luxus der Militair Macht in Schwadronen, die anſprengen, oder in geſchloſſenen Li⸗ nien des Fußvolks. Muͤde nunmehr, acht und vierzig Stunden lang Nichts verkauft zu haben, und doch noch außer Stande, zu ihren Geſchaͤften zuruͤckzukehren, er⸗ greifen alle Buͤrger⸗Soldaten ohne Ausnahme die Waf⸗ fen. Es iſt eben ſo gut, Patrouillen zu machen, ſagen ſie, als mit untergeſchlagenen Armen in ihren verſchloſ⸗ ſenen Gewoͤlben, in ihren belagerten Haͤuſern zu ſitzen. Die durch irgend ein gefaͤlliges Journal geſchickterweiſe in umlauf gebrachte Nachricht von einem gepluͤnderten Waarengewoͤlbe, einem in Stuͤcke zerſchlagenen Omni⸗