Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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zwanzig Gendarmen in der Straße Richelien wollte ich

mich anheiſchig machen, hundert Perſonen ſogar ins Parterre des Theatre Français zu bringen, um eine Tragodie mit anzuhoͤren. Das verſteht auch die Regie⸗ rung ſehr wohl, darum geizt ſie nicht mit den Truppen. Dieſer Haufe von Menſchen, der kukt, der durchaus Etwas ſehen will, der verlangt, ſich nicht umſonſt inkom⸗ modirt zu haben, der ſich oͤffnet, um die Soldaten durch⸗ paſſiren zu laſſen und ſich dann wieder in ihre Fußtapfen nachſtuͤrzt: Alles das bildet ein tuͤchtiges Zuſammenlaufen, das man bald wieder ruͤckwaͤrtsdraͤngen, zertheilen, ab⸗ ſondern, zerſtreuen muß, was dann wieder Gelegenheit zu Klagen, Redensarten, Widerſtand und endlich zu Ar⸗ reſtationen giebt. Die Schlafſtunde bewirkt zuletzt das, was die Aufrufungen nicht haben durchſetzen koͤnnen, denn der Auflauf bleibt nicht wach. Am folgenden Mor⸗ gen begiebt ſich nach den Nachrichten, die ſich bei guter Zeit an den Straßenecken, bei den Weinſchaͤnken, den Peruͤckenmachern, den Baͤckern verbreitet haben, eine noch zehnmal ſtaͤrkere Menſchenmenge als geſtern dahin, wo die Scenen der Unordnung vorgefallen ſind. Moͤge immerhin dieſer Ort ganz unbedenklich ſein, in gar kei⸗ nem Zuſammenhange mit den Urſachen der gewoͤhnlichen Aufregungen ſtehn; mag es das Thor Saint⸗Denis, die Wechslerbruͤcke, das Boulevard Montmartre, der Boͤr⸗ ſenplatz ſein; man muß nun einmal dahin gehen, da wird man etwas Neues hoͤren, wird etwas Naͤheres er⸗