Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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Ausgelaſſenheit des Poͤbels, wovon der Almoſenier Lud⸗ wigs VII. uns ein ſo belebtes Bild entwirft. Es herrſcht dort ein andrer Luxus, eine andre Verdorbenheit, eine andre Geſellſchaft; es giebt dort andre Arme und andre Reiche, andres Elend und andre Unordnungen, andre Tugenden und andre Laſter. Um die Vergleichung der verſchiedenen Zeitalter Konſtantinopels in Eins zu faſſen, brauche ich Ihnen bloß zu ſagen, daß Haͤuſer, oͤffentliche Gebaͤude, Straßen, Regierung, Religion, Volk, kurz Alles, veraͤndert iſt. Ein Reiſender aus fruͤhern Zeit⸗ altern wuͤrde in der Kaiſerſtadt nur noch deren geogra⸗ phiſche Lage und ihre dreieckige Geſtaltung, nur ihre reizenden Gegenden und die Schoͤnheit ihres Klima's, nur jenes goldne Horn, das einem Meere gleicht und jene Enge des heiligen Georg, die einem großen Fluſſe aͤhnlich iſt, wiederfinden.

Ich will alſo nicht laͤnger bei dem verweilen, was uns von dem alten Byzanz noch uͤbrig iſt, denn ich hege die Abſicht, Sie die Stadt kennen zu lehren, wie ſie heut zu Tage ſich darſtellt. Ich will alſo mit Ihnen nicht die Revolutionen vergangener Zeiten, ſondern die, welche in dieſen Tagen vorfielen, und die ſich noch fuͤr die Zukunft vorbereiten, ſtudiren. Laſſen wir die Poeſie der alten Ruinen, die antiken Inſchriften und Medaillen bei Seite, um die gleichzeitigen Denkmaͤler und leben⸗ den Medaillen zu betrachten, das heißt, die Geſetze, die Charaktere und die Phyſiognomieen der gegenwaͤrtigen

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