Teil eines Werkes 
4. Band (1832)
Entstehung
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ſtolz durch ſeinen truͤgeriſchen Reichthum, verdorben und treulos, hat eben ſo ſehr fuͤr ſeine Schaͤtze zu fuͤrch⸗ ten, als es ſelbſt durch ſeine Untreue und Treubruͤche furchtbar iſt. Ohne dieſe Verderbniß koͤnnte man es allen andern Orten, wegen der gemaͤßigten Luft, der Fruchtbarkeit ſeines Bodens und dem bequemen Durch⸗ gange, den es zur Verbreitung des Glaubens darbietet, vorziehen. Der Meer⸗Arm des heiligen Georg, der es beſpuͤlt, gleicht durch das Salz ſeines Waſſers und den Reichthum an Fiſchen einem Meere, durch die Leichtig⸗ keit, ihn 7⸗ bis 8mal an einem Tage zu uͤberſchiffen, einem Fluſſe.

Es iſt unmoͤglich, zu gleicher Zeit mehr Bewunde⸗ rung fuͤr die Stadt Konſtantins und mehr Widerwillen gegen ihre Bewohner auszudruͤcken. Doch koͤnnen wir annehmen, daß es dieſer Beſchreibung des Odon von Deuil im 12ten Jahrhunderte nicht an Wahrheit fehlte. Aber welche Veraͤnderungen ſeitdem! Koͤnnte Odon von Deuil Konſtantinopel ſo wiederſehen, wie es jetzt iſt, koͤnnte er mit uns die Straßen und oͤffentlichen Plaͤtze von Stambul durchſchreiten, ſo wuͤrde er faſt Nichts mehr von alle dem finden, was ſeine Blicke erfreute oder ſelbſt was ſie bekraͤnkte. Stellen Sie ſich das Staunen des Moͤnchs von Saint⸗Denis vor, ſtellen Sie ſich ſei⸗ nen Schmerz vor, wenn er nun uͤberall Minarets und Moſcheen ſtatt der den Heiligen und der Jungfrau Maria geweihten Tempel faͤnde, und den Pallaſt und