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floßen. Glaube meinem Nathe: ich verſichere Dir, daß er gut iſt; ich habe ſelbſt den Verſuch gemacht.
— Du rief ich aus.— Ja, mein Sohn, und moͤge das Gluͤck, das Dich eben ſo hinterging, wie mich das meine, Dich wenigſtens mitader letzten Probe verſcho⸗ nen, die es mir nicht ſchenkte.— Ol fragte ich ihn 8 neuem; ich bitte Dich, ſage mir, wer Du biſt? Ich bin uͤberzeugt, daß das Gewicht Deines Namens d0 Deiner Worte kraͤftigen und heiligen wird.— Des⸗ marets, antwortete er.— Ich ſtuͤrzte zu ſeinen Fuͤßen. Bewundernswerther Mann! rief ich aus, Du biſt es? Du, der, als man Dich bat:„Meiſter Johann, ſchreit zum Koͤnige um Gnade, damit er Euch verzeihe! auf dem Schafot ſelbſt die erhabenen Worte vernehmen ließ: Ich habe dem Koͤnige Philipp, ſeinem Urgroß⸗ vater, und dem Koͤnige Johann, ſeinem Großvater, und dem Koͤnige Karl, ſeinem Vater, brav und redlich gedient, und keiner dieſer drei Koͤnige, ſeiner Vor⸗ fahren, hat mich wegen Etwas geſcholten. Und ſo wuͤrde es auch dieſer nicht thun, wenn er ſeiner ſelbſt maͤchtig, und mag er ſich wohl huͤten, daß er nicht ſelbſt ſtraffaͤllig durch dieſes mein Urtheil wird. Da⸗ her es denn an ihm iſt, um Gnade zu rufen, nicht aber an Andern. Nur zu meinem Gotte aber will ich um Gnade flehen.“
Thu' denn ſo wie ich! erwiederte er.— Ja, Des⸗ marets, das will ich auch.———
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