Teil eines Werkes 
3. Band (1832)
Entstehung
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Bewegungen und Irrthuͤmer kennen zu lernen und es zur Vollkommenheit zu leiten? Mit welchem Rechte koͤnnte ich in Wettkampf treten mit den großen Colori⸗ ſten unſrer Zeit? ich, der ich mich ſtets nur dem einfachen Style eines moraliſchen Erzaͤhlers hingegeben habe, und ſtets als Deviſe den Horaziſchen Sinnſpruch benutzte: Ingenium misera fortunatius arte, die Naturgabe iſt der Kunſt, die nicht das Hoͤchſte erreicht, vorzuziehn. Aber ich habe es verſprochen; ich habe dem unwider⸗ ſtehlichen Reize nachgegeben, meinen Namen neben die meiner Freunde und Collegen mit einzuzeichnen; ich will es alſo noch einmal wagen, zu erzaͤhlen... vielleicht zum letztenmale. Ja, ich will es verſuchen, eine getreue Skizze der jungen Maͤdchen in Paris zu entwerfen, zu beweiſen, daß ſie in jedem Stande und Range Muſter zum Ruhme und zur Ehre ihres Geſchlechts darbieten; ich will vorzuͤglich zu beweiſen ſuchen, daß die Tugend, welche des Lobes am wuͤrdigſten, diejenige ſei, der man in der aͤrmern Klaſſe begegnet, wo ſie ſtets mit Verfuͤh⸗ rungen umgeben iſt, welche der Wunſch, ſich zu erheben, das Vereinzeltſtehen, die Unerfahrenheit und leider zu oft die dringendſten Lebensbeduͤrfniſſe entkeimen laſſen. Die Grundlage meiner Erzaͤhlung beruht auf That⸗ ſachen. Dieſe Anekdote iſt in meiner Nachbarſchaft vor⸗ gefallen, und ich habe ſie aufgefaßt, um ſie den volks⸗ thuͤmlichen, ruͤhrenden Zuͤgen anzureihen, die ich mir auf der Schaubuͤhne der Welt ſammle, ſo wie der Bo⸗